
Deutschland Frauen – Dänemark Frauen 22:30 (13:15)
Handball Frauen EM Hauptrunde, 07.12.2024
Wien, Stadthalle Wien, 4.025 Zuschauer
Dänemark: Kristensen (17 Paraden), Reinhardt; Hansen 6, Jensen Østergaard 6, Elver Hagesø 5, Højlund 3, Friis 3, Elbsger Møller 3, Iversen 2, Kamp Nielsen 1, Iversen 1, Kindberg Hansen, Haugsted, Tranborg, Aagot Hansen, Jörgensen
Deutschland: Filter (4 Paraden), Wachter (6 Paraden); Antl 4, Grijseels 3, Lott 3, Maidhof 3, Leuchter 3, Smits 2, Behrend 2, Döll 1, Behnke 1, Engel, Thomaier, Bölk, Hauf, Huhnstock
Spielbericht:
Zähne ausgebissen: Deutschland unterliegt Dänemark deutlich
In der Stadthalle Wien traf die deutsche Nationalmannschaft am 07. Dezember 2024 in der Hauptrunde der Handball Frauen‑EM auf den Olympia‑Dritten Dänemark. Vor 4.025 Zuschauerinnen und Zuschauern entwickelte sich ein intensives, körperbetontes Duell, das die DHB‑Auswahl nach einer starken Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit am Ende klar mit 22:30 (13:15) verlor. Die Partie wurde von Sportpictures Austria begleitet.
Zäher Beginn mit starken Abwehrreihen
Beide Teams starteten vorsichtig und konzentriert auf die Defensive. Erst nach fast 200 Sekunden gelang Rikke Iversen der erste Treffer für Dänemark. Kurz darauf traf Alina Grijseels für Deutschland, doch die DHB‑Auswahl tat sich weiterhin schwer, klare Chancen herauszuspielen.
Dänemark nutzte die Unsicherheiten im deutschen Angriff und setzte sich auf 4:1 ab. Erst als Bundestrainer Markus Gaugisch mit Viola Leuchter und Lott frische Impulse brachte, fand Deutschland besser ins Spiel. Beim 7:7 war der Ausgleich geschafft, auch weil Dänemark mehrere Möglichkeiten liegen ließ.
Dänemark geht mit knapper Führung in die Pause
Die Partie blieb hart umkämpft. Beide Teams agierten mit viel Körperkontakt, suchten aber selten spielerische Lösungen. Eine Zeitstrafe gegen Haugsted brachte Deutschland kurzzeitig in Überzahl, doch die DHB‑Auswahl konnte daraus kein Kapital schlagen.
Dänemark zeigte das bessere Stellungsspiel und nutzte kleine Fehler der Deutschen konsequent. Mit einer 15:13‑Führung für die Skandinavierinnen ging es in die Halbzeit.
Deutschland dreht kurzzeitig auf – doch Dänemark bleibt eiskalt
Nach dem Seitenwechsel startete Deutschland furios. Antl und Lott trafen zum 15:15, und Julia Behnke brachte die DHB‑Auswahl sogar mit 17:16 in Führung. Die Körpersprache stimmte, das Tempo war höher, und die Abwehr arbeitete deutlich kompakter.
Doch Dänemark reagierte abgeklärt. Gegen die eingewechselte deutsche Torhüterin Sarah Wachter setzten die Skandinavierinnen vermehrt auf hohe Würfe und fanden damit immer wieder Lösungen. Deutschland hingegen ließ Chancen liegen und verlor im Angriff zunehmend die Struktur.
Kristensen überragt – Dänemark nutzt Fehler konsequent
Mit zunehmender Spieldauer übernahm Dänemark klar das Kommando. Anne Mette Hansen verwandelte einen Siebenmeter zum 22:19, während Deutschland im Angriff zu oft an der dänischen Abwehr oder an Torhüterin Anna Kristensen scheiterte. Die Keeperin kam am Ende auf eine Fangquote nahe der 50 Prozent und war ein entscheidender Faktor.
Deutschland versuchte es mit taktischen Anpassungen, unter anderem mit der siebten Feldspielerin, doch die Maßnahmen griffen nicht. Dänemark erzielte einfache Tore, während die DHB‑Auswahl kaum noch Durchschlagskraft entwickelte.
Beim 27:20 (54.) war die Entscheidung gefallen. Zwar verkürzte Deutschland noch einmal, doch Dänemark setzte mit dem 30:22 den Schlusspunkt.
Fazit: Dänemark abgeklärt – Deutschland verliert den Anschluss
Website Verband Deutschland
Website Verband Dänemark
Bilder des Spiels:















