
Norwegen Frauen – Dänemark Frauen 27:24 (13:12)
Handball Frauen EM Hauptrunde, 05.12.2024
Wien, Stadthalle Wien, 2.182 Zuschauer
Spielbericht:
Olympiasieger gewinnt rustikales Skandinavien‑Duell
Beim letzten Spiel des Tages in der Stadthalle Wien trafen am 05. Dezember 2024 die beiden skandinavischen Topteams Norwegen und Dänemark in der Hauptrunde der Handball Frauen EM aufeinander. Vor 2.579 Zuschauerinnen und Zuschauern entwickelte sich ein intensives, körperbetontes Duell, das von starken Abwehrreihen und herausragenden Torhüterinnen geprägt war. Am Ende setzte sich Norwegen mit 27:24 (13:12) durch und behauptete gemeinsam mit den Niederlanden die Spitze der Gruppe II. Die Partie wurde von Sportpictures Austria begleitet.
Defensiv geprägter Beginn mit starken Torhüterinnen
Beide Teams starteten mit viel Energie, doch klare spielerische Lösungen waren zunächst Mangelware. Norwegens Silje Solberg‑Østhassel und Dänemarks Althea Reinhardt prägten die Anfangsphase mit starken Paraden. Bereits nach zwei Minuten kassierte Norwegens Kreisläuferin Kari Bratsett Dale die erste Zeitstrafe, was die Intensität des Spiels früh unterstrich.
Die Angriffsreihen taten sich schwer, nutzten aber Lücken in den Nahtstellen, sodass mehrere Siebenmeter erkämpft wurden. Norwegen übernahm nach frühen Paraden von Solberg‑Østhassel die Führung, konnte diese jedoch nicht ausbauen. Superstar Henny Reistad fand zunächst kaum ins Spiel, während Dänemarks Sarah Iversen beim 4:4 (10.) ausglich.
Kampfbetontes Spiel ohne klare Linie
Im weiteren Verlauf blieb das Spiel zerfahren. Beide Teams wechselten zwischen gelungenen Aktionen und überraschenden Ballverlusten. Eine Szene sorgte für Aufregung: Iversen traf Solberg‑Østhassel am Kopf, worauf die Schiedsrichterinnen nach Videobeweis eine Zeitstrafe verhängten.
Norwegen lag knapp vorne, doch die Partie blieb chaotisch und bot wenig spielerische Highlights. Zur Pause führten die Norwegerinnen mit 13:12, ohne sich entscheidend absetzen zu können.
Norwegen findet Lösungen – Dänemark kämpft sich zurück
Nach Wiederanpfiff präsentierte sich Norwegen deutlich verbessert. Solberg‑Østhassel steigerte ihre Fangquote weiter, Reistad traf erstmals aus dem Spiel heraus, und Emilie Hovden verwandelte sicher vom Siebenmeterpunkt. Kurz darauf erhöhte Helena Hagesø auf eine Fünf‑Tore‑Führung.
Dänemark brauchte bis zur sechsten Minute des zweiten Durchgangs, ehe Andrea Hansen nach einem Steal traf. Norwegen fand nun häufiger spielerische Lösungen, während Dänemark im Angriff zu viele Fehler produzierte. Dennoch blieb die Partie spannend, da die Däninnen den Rückstand immer wieder verkürzten.
Entscheidende Phase: Norwegen bleibt nervenstark
Beim Stand von 20:21 (50.) schien die Wende möglich, doch Norwegen reagierte abgeklärt. Solberg‑Østhassel parierte ihren 14. Ball, während Skogrand einen Siebenmeter vergab. Auf der Gegenseite scheiterte jedoch auch Dänemarks Emma Friis vom Punkt.
Dann folgte der entscheidende Moment: Thale Rushfeldt Deila traf zum 23:20, und Norwegen nutzte die zunehmenden Fehler der Däninnen konsequent. Reistad holte einen weiteren Siebenmeter heraus, und Breistøl erhöhte auf 25:21 (55.). Dänemark stemmte sich defensiv gegen die Niederlage, fand aber offensiv keine Lösungen mehr.
Mit dem Treffer von Bratsett Dale zum 27:24 machte Norwegen den Sieg endgültig fix.
Fazit: Norwegen setzt sich im physischen Duell durch
Das skandinavische Prestigeduell bot viel Kampf, starke Torhüterinnen und wenig spielerische Leichtigkeit. Norwegen zeigte im zweiten Durchgang die reifere Leistung und nutzte die entscheidenden Momente konsequent. Dänemark kämpfte beherzt, scheiterte jedoch an der eigenen Fehlerquote und einer starken Solberg‑Østhassel.
Website Verband Norwegen
Website Verband Dänemark
Bilder des Spiels:
















