
Dänemark – Deutschland 1:2 (1:1)
Fußball Europameisterschaft 2012 Vorrunde,
Lemberg, Arena Lviv , 32.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Carlos Velasco Carballo (Spanien)
Tore: 0:1 Podolski (19.), 1:1 Krohn-Dehli (24.), 1:2 L. Bender (80.)
Dänemark: Andersen – Jacobsen, Kjaer, Agger, S. Poulsen – Kvist – Eriksen, J. Poulsen (ab 82. Mikkelsen), Zimling (ab 79. C. Poulsen), Krohn-Dehli – Bendtner
Deutschland: Neuer – L. Bender, Hummels, Badstuber, Lahm – Khedira, Schweinsteiger – Müller (ab 84. Kroos), Özil, Podolski (ab 64. Schürrle) – Gomez (ab 74. Klose)
Spielbericht:
Deutschland erreicht mit 2:1 gegen Dänemark das Viertelfinale der EURO 2012
Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Euro 2012 in Lviv (Ukraine) ein hart umkämpftes 2:1 gegen Dänemark gefeiert und damit als Gruppensieger die K.-o.-Runde erreicht. Vor einer elektrisierenden Kulisse entwickelte sich ein Spiel voller Spannung, wechselnder Dynamiken und entscheidender Momente. Sportpictures Austria war im Stadion dabei. festgehalten.
Früher Druck und die verdiente deutsche Führung
Deutschland begann dominant und setzte die dänische Defensive früh unter Druck. Bereits in der sechsten Minute hätte Thomas Müller die Führung erzielen können, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Torhüter Stephan Andersen. Die DFB-Elf blieb am Drücker und belohnte sich in der 19. Minute. Nach einer starken Aktion über die rechte Seite landete der Ball bei Lukas Podolski, der in seinem 100. Länderspiel trocken zum 1:0 einschoss.
Dänemark wirkte in dieser Phase unsortiert, blieb aber gefährlich über Bendtner. Die Mannschaft von Morten Olsen ließ sich nicht beeindrucken und fand schnell eine Antwort.
Krohn-Dehli gleicht aus – die Gruppe wird zum Nervenspiel
Nur fünf Minuten nach dem Rückstand nutzte Dänemark eine Ecke zum Ausgleich. Bendtner legte per Kopf zurück, Michael Krohn-Dehli reagierte am schnellsten und köpfte den Ball unter die Latte. Das 1:1 veränderte die gesamte Gruppenkonstellation, zumal im Parallelspiel zwischen Portugal und den Niederlanden ebenfalls Tore fielen.
Deutschland blieb zwar spielbestimmend, doch die Partie wurde offener. Podolski setzte einen Freistoß knapp über die Latte, Khedira und Gomez vergaben weitere gute Möglichkeiten. Zur Pause war klar: Beide Teams konnten noch ausscheiden – oder Gruppensieger werden.
Dänemark wird mutiger – Deutschland sucht die Lücke
Nach dem Seitenwechsel kam Dänemark mit mehr Selbstvertrauen aus der Kabine. Ein sehenswerter Angriff über Bendtner und Poulsen führte beinahe zum 2:1, der Abschluss strich jedoch knapp am Pfosten vorbei. Deutschland hatte Mühe, wieder Struktur ins Spiel zu bringen, und musste geduldig auf Chancen warten.
Erst in der 67. Minute bot sich eine große Möglichkeit: Khedira steckte auf den eingewechselten Schürrle durch, doch Andersen parierte stark. Die Spannung stieg weiter, da Portugal im Parallelspiel in Führung ging und damit den Druck auf beide Teams erhöhte.
Bender erlöst Deutschland in der 80. Minute
Die Entscheidung fiel in der 80. Minute – und sie kam von einem Spieler, der eigentlich als Ersatzmann begonnen hatte. Lars Bender, der für den gesperrten Jérôme Boateng als Rechtsverteidiger spielte, schaltete sich bei einem Konter mit nach vorne. Über Khedira und Özil gelangte der Ball in den Strafraum, wo Bender frei zum Abschluss kam und präzise ins lange Eck zum 2:1 einschob.
Der Treffer war sein erstes Tor im Nationaltrikot und zugleich der Moment, der Deutschland ins Viertelfinale brachte. Dänemark versuchte noch einmal alles, doch die deutsche Defensive hielt stand.
Bedeutung für das Turnier und Ausblick
Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel zog Deutschland souverän in die K.-o.-Runde ein, auch wenn das Duell mit Dänemark lange ein Nervenspiel blieb. Die Mannschaft zeigte offensive Qualität, aber auch Phasen der Unsicherheit, die Joachim Löw vor dem Viertelfinale gegen Griechenland analysieren musste.
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Verband Ukraine
Verband Deutschland
Bilder des Spiels:

















