
FK Austria Wien – SK Sturm Graz 0:2 (0:1)
Fußball, Bundesliga Österreich, 10.10.2026, Wien, Generali Arena, 14.351 Zuschauer, SR Altmann
Tore:
0:1 (45.+1) Diakite, 0:2 (55.) Diakite (Foul-Elfmeter)
Gelbe Karten: Nnodim, Helm (Trainer) bzw. Weinhandl, Balbo
AUSTRIA: Sahin-Radlinger – Handl, Dragovic, Buhari (64. Hettwer) – Nnodim (80. Lee T.), Müller, Maybach (64. V. Markovic), Ranftl – Saljic (80. Boateng), Eggestein, Fischer (86. Wustinger)
STURM: Chudjakow – Malic, Quarshie, Koller, Balbo – Hödl (86. Petrovic), Gorenc Stankovic (80. Halwachs), Weinhandl, Matoshi – S. Seidl, O. Diakite (64. Kayombo)
Spielbericht:
Sturm Graz bleibt Austria Wien auf den Fersen: Diakite entscheidet Prestigeduell
Puntigamer Sturm Graz ist erfolgreich aus der Länderspielpause zurückgekehrt. Die Steirer setzten sich am Samstag in der 8. Runde der Admiral Bundesliga auswärts gegen Austria Wien mit 2:0 (1:0) durch und hielten damit den Anschluss an das Spitzentrio. Oumar Diakite avancierte in der Generali Arena mit einem Doppelpack zum Matchwinner, während die Wiener Austria offensiv zu wenig Durchschlagskraft entwickelte.
Vor 14.351 Zuschauerinnen und Zuschauern sorgte der Stürmer kurz vor der Pause für die Führung der Gäste. In der zweiten Hälfte legte der 22-jährige Ivorer per Elfmeter nach und stellte damit den Endstand her. Während Sturm Graz nach der Niederlage gegen Red Bull Salzburg wieder anschreiben konnte, musste Austria Wien die fünfte Niederlage im achten Ligaspiel hinnehmen.
Frühe Druckphase und wenige Torchancen in der Generali Arena
Obwohl Sturm Graz aufgrund zahlreicher Ausfälle mit personellen Problemen nach Wien reiste, übernahmen die Gäste früh die Initiative. Trainer Fabio Ingolitsch musste auf acht verletzte Spieler verzichten, zudem fehlte Jürgen Heil gesperrt. Dennoch gelang es den Grazern, die Austria bereits in der Anfangsphase unter Druck zu setzen.
Schon in der fünften Minute kam Simon Seidl nach einem schnell ausgeführten Einwurf zu einer guten Gelegenheit, konnte den Ball vor Austria-Torhüter Samuel Sahin-Radlinger allerdings nicht entscheidend treffen. Die Wiener bemühten sich anschließend um mehr offensive Präsenz, fanden gegen die kompakte Grazer Mannschaft jedoch nur selten Lösungen.
Johannes Eggestein verfehlte nach einem weiten Ball das lange Eck, während Sanel Saljic nach rund einer Viertelstunde per Kopf traf. Da sich der Austria-Spieler dabei jedoch im Abseits befand, blieb die Begegnung weiterhin ohne Torerfolg. Insgesamt war die erste Hälfte von vielen Zweikämpfen und hohen Bällen geprägt, während klare Torchancen zunächst Mangelware blieben.
Oumar Diakite bringt Sturm Graz kurz vor der Pause in Führung
Mit zunehmender Spieldauer wurden die Grazer Aktionen zielstrebiger. Oumar Diakite, der von Stade Reims ausgeliehen ist und in seinem dritten Bundesliga-Einsatz von Beginn an spielte, rückte dabei immer stärker in den Mittelpunkt. Nach einer Vorarbeit von Hödl konnte der Stürmer zunächst noch nicht an Sahin-Radlinger vorbeikommen.
Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Sturm Graz schließlich der Führungstreffer. Nachdem Luca Weinhandl im Zweikampf gegen Saljic den Ball erobert hatte, spielte der Nachwuchsspieler eine Flanke in den Strafraum. Diakite stand richtig und köpfelte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie (45.+1).
Damit erwischten die Gäste die Austria zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt, denn der späte Treffer veränderte die Ausgangslage für die zweite Hälfte. Während Sturm Graz mit einer Führung in die Kabine gehen konnte, musste die Mannschaft von Trainer Stephan Helm nach dem Seitenwechsel mehr Risiko eingehen.
Elfmeter nach VAR-Überprüfung: Diakite stellt auf 2:0
Nach dem Wiederanpfiff blieb Diakite der entscheidende Akteur. Im Strafraumduell mit Reinhold Ranftl entschied Schiedsrichter Walter Altmann zunächst auf eine vermeintliche Schwalbe und zeigte dem Angreifer die Gelbe Karte. Nach einer Überprüfung durch den Video Assistant Referee änderte der Unparteiische seine Entscheidung jedoch und gab Elfmeter.
Diakite übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zum 2:0 (55.). Damit erhöhte der Ivorer nicht nur sein persönliches Torkonto, sondern verschaffte Sturm Graz zugleich eine komfortable Ausgangslage für die verbleibende Spielzeit.
Wenige Minuten später beendete Ingolitsch den Einsatz seines Matchwinners und brachte Axel Kayombo ins Spiel. Die Grazer blieben dennoch gefährlich und hätten die Führung weiter ausbauen können. Simon Seidl scheiterte bei einer Doppelchance gleich zweimal an Austria-Torhüter Sahin-Radlinger.
Austria Wien drängt, Sturm verteidigt den Vorsprung
Die Wiener reagierten mit offensiven Wechseln und versuchten, den Rückstand noch einmal zu verkürzen. Allerdings fehlte der Austria weiterhin die nötige Präzision im letzten Drittel. Kelvin Boateng und Julian Hettwer kamen im Finish zu Möglichkeiten, konnten den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen.
Sturm Graz konzentrierte sich in der Schlussphase zunehmend darauf, die Führung abzusichern. Obwohl Austria Wien noch einmal Druck aufbaute, verteidigten die Gäste den Vorsprung konsequent und ließen keinen weiteren Treffer zu. Nach den jüngsten Auswärtsniederlagen gegen Rapid und Red Bull Salzburg gelang den Grazern damit ein wichtiger Erfolg auf fremdem Platz.
Bundesliga: Sturm bleibt in Schlagdistanz zum Spitzentrio
Mit dem 2:0-Erfolg feierte Sturm Graz den vierten Saisonsieg und hält nun bei 14 Punkten. Damit belegen die Steirer den vierten Tabellenplatz und liegen vier Zähler hinter dem zwischenzeitlichen Spitzenreiter Red Bull Salzburg. Der Erfolg gegen Austria Wien ist somit auch im Hinblick auf den weiteren Kampf um die Spitzenplätze von Bedeutung.
Für die Wiener gestaltet sich die Situation hingegen schwieriger. Nach der fünften Niederlage im achten Spiel hält Austria Wien bei sieben Punkten und befindet sich damit weiterhin in der unteren Tabellenhälfte. Der Abstand zum Tabellenende beträgt nur vier Punkte, weshalb die kommenden Begegnungen für die Mannschaft von Stephan Helm zusätzlich an Bedeutung gewinnen.
Während Sturm Graz den Schwung aus dem Auswärtssieg mitnehmen möchte, steht für die Steirer bereits am Donnerstag die nächste Aufgabe in der Europa League beim AFC Bournemouth auf dem Programm. Austria Wien muss sich dagegen auf die nächsten Bundesliga-Spiele konzentrieren, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren.
Website Austria Wien
Website Sturm Graz
Bilder des Spiels:














