
Österreich – Spanien 24:29 (12:10)
Handball, EHF Euro Quali, 2.500 Zuschauer, Sport Arena Wien,
Österreich: Ines Ivancok-Soltic (7/11), Philomena Egger (5/7), Klara Schlegel (4/7), Johanna Reichert (4/8), Martina Maticevic (1/1), Nora Leitner (1/1), Ana Pandza (1/3), Viktoria Marksteiner (1/1), Katarina Pandza, Andrea Barnjak, Lorena Baljak, Santina Sabatnig, Marie Scheiderbauer, Eleonora Stankovic, Lena Ivancok (30,95% gehaltene Bälle – 13/42), Kerstin Sander
Spielbericht:
Frauen Nationalteam in der Sport Arena Wien mit Rekordkulisse
Österreichs Handballnationalteam der Frauen hat zum Start der EHF Euro Quali in der Sport Arena Wien eine engagierte, aber letztlich zu wenig konstante Leistung gezeigt. Vor 2.541 Zuschauerinnen und Zuschauern – ein neuer ÖHB-Rekord für ein Qualifikationsheimspiel – unterlag Rot‑Weiß‑Rot dem mehrfachen Medaillengewinner Spanien mit 24:29. Die Stimmung war elektrisierend, die Kulisse beeindruckend, und die Bilder der Partie – wie jene von Sportpictures Austria – unterstrichen die Dynamik dieses Abends in Österreich.
Österreich startet mutig und kontrolliert
Österreich begann konzentriert, aggressiv und mit einer stabilen Deckung, die Spanien in der ersten Hälfte immer wieder vor Probleme stellte. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf vier Tore an, und mit etwas mehr Präzision im Abschluss wäre sogar eine noch klarere Führung möglich gewesen. Zur Pause stand ein vielversprechendes 12:10 auf der Anzeigetafel.
Rückraumspielerin Johanna Reichert brachte es auf den Punkt: „Wenn man gegen Spanien zur Halbzeit führt, leckt man Blut.“ Auch Teamchefin Monique Tijsterman zeigte sich zufrieden mit der Anfangsphase, in der ihr Team „das Spiel an den Kreis gut unterbinden“ konnte.
Der Bruch nach dem Seitenwechsel
Nach Wiederanpfiff kippte die Partie jedoch. Spanien kam mit deutlich mehr Tempo und Konsequenz aus der Kabine, während Österreich den Rhythmus verlor. Topscorerin Ines Ivancok analysierte nüchtern: „Wir haben den Start in die zweite Hälfte ein bisschen verschlafen.“
Die zuvor so kompakte Defensive geriet ins Wanken, und einige Zeitstrafen nahmen dem ÖHB-Team zusätzlich den Schwung. Tijsterman kritisierte vor allem die fehlende Disziplin im taktischen Konzept: „Wir haben uns nicht mehr ans Konzept gehalten. Die Zeitstrafen haben uns das Genick gebrochen.“
Rückraum trägt das Spiel – Comebackerinnen noch geschont
In der ersten Hälfte überzeugte vor allem das Rückraumtrio Ivancok, Ana Pandza und Klara Schlegel. Die Rückkehrerinnen Reichert und Katarina Pandza wurden zunächst dosiert eingesetzt, was die gute Abstimmung der übrigen Spielerinnen unterstrich. „Man merkt, dass sie gut eingespielt sind“, sagte Reichert anerkennend über ihre Kolleginnen.
Blick nach vorne: Chance auf Revanche in Spanien
Trotz der Niederlage bleibt die Ausgangslage in der EM‑Qualifikation offen. Am Samstag wartet in Algeciras bereits das „Rückspiel“ gegen Spanien. Die Stimmung im Team bleibt positiv. Reichert betonte: „Wir können viele positive Dinge aus der Partie ziehen.“ Ivancok ergänzte optimistisch: „Der Unterschied war nicht groß. Ich denke, dass man das in Spanien drehen kann.“
Website Verband Österreich
Website Verband Spanien
Bilder des Spiels:
















