SK Rapid Wien - Vojvodina Novi Sad

SK Rapid Wien – Vojvodina Novi Sad 2:0 (0:0)

Fußball, Europa-League-Qualifikation, 09.08.2012
Wien, Hanappi-Stadion, 15.800 Zuschauer, SR Robert Malek (POL)

Rapid: Königshofer – Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer – Heikkinen, Prager (71. Alar) – Hofmann, Burgstaller (93. Kulovits), Drazan – Boyd
Ersatzspieler: Jan Novota, Harald Pichler, Michael Schimpelsberger, Louis Schaub,
Lukas Grozurek

Vojvodina: Supic – Vulicevic, Djuric, Trajkovic, Pavlovic – Serginho Greene (88. Jokic), Ajuru (73. Mitosevic) – Stevanovic, Moreira, Poletanovic (92. Bojovic) – Oumarou 
Ersatzspieler: Srdjan Zakula, Bojan Nastic, Nemanja Bilbija, Petar Skuletic

Tore: 1:0 (91.) Alar (Elfmeter), 2:0 (98.) Boyd

Gelbe Karten: Alar, Boyd bzw. Ajuru, Serginho Greene, Pavlovic

Rote Karte: Pavlovic (83./Foul)

Spielbericht:
Rapid Wien dreht ein dramatisches Duell gegen Novi Sad und erreicht das Play-off der Europa‑League‑Qualifikation

Rapid Wien hat im Hanappi‑Stadion ein hochdramatisches Europacup‑Duell gegen Vojvodina Novi Sad mit 2:0 gewonnen und damit den Aufstieg in die Europa‑League‑Qualifikation geschafft. Die Wiener erzielten beide Treffer erst in der Nachspielzeit und sorgten vor begeisterten Fans für einen emotionalen Fußballabend. Die entscheidenden Szenen und die besondere Atmosphäre wurden von Sportpictures Austria eindrucksvoll festgehalten.

Rapid unter Druck – und mit verändertem Personal
Nach dem 1:2 im Hinspiel und dem enttäuschenden Derby gegen die Austria stand Rapid unter Zugzwang. Trainer Peter Schöttel reagierte und nahm drei Änderungen vor. Markus Heikkinen, Thomas Prager und Guido Burgstaller rückten in die Startelf, während Ildiz, Kulovits und Alar zunächst draußen blieben. Die Aufgabe war klar: ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied musste her, um Österreichs Europacup‑Hoffnungen am Leben zu halten.

Rapid begann engagiert, doch wie schon in den vergangenen Spielen fehlte es an Kreativität. Die Serben standen tief, verteidigten kompakt und ließen kaum Räume zu. Gefährlich wurde Rapid vor allem nach Standards, doch weder Hofmann (25.) noch Drazan (32.) konnten ihre Chancen nutzen.

Novi Sad verteidigt clever – Rapid findet kaum Lösungen
Das Spiel plätscherte lange dahin, was den Gästen entgegenkam. Novi Sad suchte nur selten den Weg nach vorne, wurde aber in der 34. Minute gefährlich, als Poletanovic aus kurzer Distanz vergab. Rapid blieb bemüht, doch die Ideen fehlten, um die serbische Defensive auszuhebeln. Die Fans im Hanappi‑Stadion spürten die Nervosität – und die Mannschaft ebenso.

Mehr Schwung nach der Pause, aber weiterhin ohne Torerfolg
Nach dem Seitenwechsel kam Rapid mit deutlich mehr Elan aus der Kabine. Terrence Boyd vergab nur Sekunden nach Wiederanpfiff die große Chance auf das 1:0 (46.) und scheiterte wenig später per Kopf an Torhüter Supic (53.). Auch Burgstaller verfehlte das Ziel knapp (56.). Doch nach diesem kurzen Offensivfeuerwerk verlor Rapid erneut an Durchschlagskraft.

Die Schlussphase wurde hektisch. Sonnleitner traf nach einem Hofmann‑Freistoß per Hinterkopf die Latte (74.). Novi Sad verzögerte das Spiel, suchte Zeitgewinn und verlor in der 84. Minute Pavlovic nach einem harten Foul an Trimmel.

Die Nachspielzeit wird zum grün‑weißen Fußballmärchen
Wie schon im Hinspiel wurde das Finish dramatisch – diesmal jedoch mit dem besseren Ende für Rapid. In der 91. Minute wurde Boyd im Strafraum gefoult. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Nicht Hofmann, der im Hinspiel verschossen hatte, sondern Deni Alar übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt zum 1:0.

Das Stadion explodierte – und Rapid drückte weiter. Die Serben warfen alles nach vorne, öffneten Räume, und Rapid nutzte diese in der 97. Minute. Nach einem schnellen Konter schob Terrence Boyd zum 2:0 ein und machte den Aufstieg perfekt.

Bedeutung für Rapid und den österreichischen Fußball
Mit diesem Last‑Minute‑Erfolg verhinderte Rapid ein komplettes Europacup‑Aus österreichischer Teams in der Qualifikation. Die Wiener stehen nun im Play‑off und haben die Chance, die Gruppenphase der Europa League zu erreichen. Die Leistung war nicht immer überzeugend, aber der Wille, das Spiel zu drehen, war beeindruckend.

Die Bilder von Sportpictures Austria sind in der Bildergalerie.


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Bilder des Spiels: