
SK Rapid Wien – Heart of Midlothian 5:6 n.E. (2:2)
Fußball, UEFA Conference League Play Off, Österreich, Wien, Allianz Stadion, 17.651 Zuschauer, SR Elchin Masiyev (AZE)
Tore: Kara (34.), Cvetkovic (119.) bzw. Kabore (80.), Miller (101.)
Elfmeterschießen
0:1 – Calvin Miller verwandelt ins linke Eck.
1:1 – Ercan Kara behält die Nerven.
1:2 – Niklas Hedl ist im richtigen Eck, doch Jordi Altena lässt die Hearts jubeln.
2:2 – Louis Schaub verwandelt souverän und scharf ins rechte Eck.
2:3 – Rogers Mato trifft ins linke untere Eck. Hearts ist wieder vorne.
2:3 – Moulaye Haidara scheitert an Hearts-Keeper Beau Reus.
2:4 – Sabah Kerjota trifft souverän ins linke Eck.
3:4 – Yusuf Demir knallt den Ball ins rechte Kreuzeck.
3:4 – Oisin McEntee scheitert an Niklas Hedl.
3:4 – Marco Tilio vergibt, die Schotten jubeln, Rapid trauert.
SK Rapid: Hedl – Bolla (111./Haidara), Cvetkovic, Raux Yao, Horn (111./Ahoussou) – Amane (120.+1/Schaub), Seidl (102./Tilio) – Demir, Adamsen (66./Bajlicz), Dahl (66./Wurmbrand) – Kara; Trainer: Johannes Hoff Thorup.
Heart of Midlothian: Reus – Altena, McEntee, Findlay (46./Borchgrevink), McCart – Miller, Renaud (15./Magnusson), Spittal (91./Mato), McPake (75./Kerjota) – Wilson (74./Kabore), Braga (90.+1/Mendy); Trainer: Wouter Vrancken.
Gelbe Karten: Seidl, Bolla, Ahoussou bzw. McEntee, Magnusson, Braga, Kabore
Gelb-Rot: Magnusson (76.)
Spielbericht:
Intensiver Abend in Hütteldorf endet ohne Happy End für Rapid Wien
Der SK Rapid Wien hat den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Conference League verpasst. Nach dem 2:2 im Play‑off‑Hinspiel mussten sich die Hütteldorfer im heimischen Weststadion Heart of Midlothian geschlagen geben. Die Schotten setzten sich nach 120 intensiven Minuten in einem dramatischen Elfmeterschießen mit 4:3 durch und verhinderten damit Rapids dritten Einzug in die Ligaphase des Bewerbs.
Rapid Wien dominiert die erste Halbzeit und geht verdient in Führung
Rapid Wien übernahm von Beginn an die Kontrolle, bestimmte das Tempo und verzeichnete deutlich mehr Ballbesitz. Trotz der Überlegenheit taten sich die Grün‑Weißen zunächst schwer, klare Chancen zu kreieren. Hearts agierte defensiv kompakt, kam offensiv aber kaum zur Entlastung.
Ein bitterer Moment prägte die Anfangsphase, als Renaud nach einem Zusammenprall verletzt vom Feld getragen werden musste. Kurz darauf belohnte Rapid seine Bemühungen: In der 34. Minute setzte Amane Demir im Strafraum ein, dessen abgefälschter Pass bei Kara landete. Der Stürmer reagierte gedankenschnell und schob aus kurzer Distanz zum 1:0 ein.
Rapid blieb bis zur Pause gefährlicher. Demir verfehlte das lange Eck nur knapp, während Hearts erst kurz vor dem Halbzeitpfiff durch McEntee zu einem nennenswerten Abschluss kam, den Hedl sicher parierte.
Hearts kommen zurück – Rapid Wien verliert die Kontrolle
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste aus Edinburgh deutlich mutiger. Rapid wirkte passiver und ermöglichte Hearts mehr Räume. Spittal verfehlte nach einem Eckball knapp, wenig später musste Kara auf der Linie retten.
Erst in der 62. Minute tauchte Rapid wieder gefährlich vor dem Tor auf, als Dahl nach einem Doppelpass mit Demir scheiterte. Die Partie blieb umkämpft, und in der 76. Minute schien sich das Blatt zugunsten der Wiener zu wenden: Magnusson sah nach einem Foul an Wurmbrand Gelb‑Rot.
Doch Hearts nutzte die numerische Unterzahl der Gastgeber nicht nur aus, sondern schlug prompt zurück. Kabore drückte einen Eckball irgendwie über die Linie – der Ausgleich zum 1:1 in der 80. Minute. Rapid drängte in der Schlussphase auf die Entscheidung, vergab jedoch mehrere gute Möglichkeiten. Raux Yao hatte in der 87. Minute den Matchball, doch sein Schuss wurde geblockt. So ging es trotz Überzahl in die Verlängerung.
Verlängerung mit Rückschlag und spätem Rapid‑Comeback
Rapid Wien dominierte die Verlängerung, fand aber zunächst keine klaren Chancen. Kara setzte einen Kopfball deutlich daneben, während Hearts tief verteidigte. In der 101. Minute folgte der Schock: Miller verwertete eine Flanke per Volley und brachte Hearts mit 2:1 in Führung.
Die Hütteldorfer warfen danach alles nach vorne. Demir verfehlte aus der Distanz knapp, Amane scheiterte an der dicht gestaffelten Defensive. Als viele Fans im Weststadion bereits mit dem Aus rechneten, schlug Rapid doch noch zurück. Cvetkovic verwertete eine scharfe Hereingabe von Haidara in der 117. Minute zum 2:2 und rettete seine Mannschaft ins Elfmeterschießen.
Elfmeterschießen entscheidet das Play‑off – Rapid Wien scheidet aus
Website Rapid Wien
Website Hearts
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