Wien,Österreich,21.FEB 26 - Fussball Bundesliga Oesterreich, Rapid Wien - WAC. Bild zeigt Dominik Baumgartner, Jannes Horn. Photo: Sportpictures.at/Wolfgang Kern

Rapid Wien – WAC 2:0 (0:0)

Fußball, Bundesliga, Österreich, Wien, Allianz Stadion, 10.425 Zuschauer, SR Ebner

Tore: 1:0 (72.) M. Seidl, 2:0 (92.) Nunoo

RAPID: Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Horn (62. Ahoussou) – Amane, Lu. Grgic (82. Börkeeiet) – Wurmbrand (62. Nunoo), Weimann, Gulliksen (46. M. Seidl) – Kara (72. Dahl)

WAC: Polster – Baumgartner, Diabate (46. Matic), Wimmer – Wohlmuth (87. Chukwu), Sulzner, Schöpf (80. Atanga), Piesinger (80. Kujovic), Renner – Zukic, Kojzek (69. Gattermayer)

Gelbe Karten: Wurmbrand, Kara, Amane, Weimann bzw. Diabate, Zukic

Spielbericht:
Rapid beendet Negativserie – 2:0 gegen WAC bringt wichtige Punkte
Erster Sieg nach zwölf Spielen

Der SK Rapid hat am Samstag endlich seine lange Durststrecke beendet. Nach zwölf sieglosen Partien gelang den Hütteldorfern ein durchaus bedeutsamer 2:0-Heimerfolg über den Wolfsberger AC. Die Treffer der eingewechselten Matthias Seidl (72.) und Daniel Nunoo (92.) sorgten nicht nur für Erleichterung, sondern auch für neue Hoffnung im Rennen um die Meistergruppe. Während Rapid zumindest vorübergehend auf Rang sechs kletterte, rutschten die Kärntner im Kampf um die Top 6 weiter zurück.

Gedämpfte Stimmung im Stadion
Obwohl es der erste volle Erfolg unter Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup war, blieb die Kulisse vergleichsweise überschaubar. Nur 10.425 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion. Der Block West war nach den Derby-Vorfällen der Vorwoche lediglich im oberen Bereich gefüllt. Unterhalb hing ein großes Transparent, das sich deutlich von den jüngsten Leistungen der Mannschaft distanzierte – ein unübersehbares Zeichen der Unzufriedenheit.

Zähe erste Halbzeit ohne große Höhepunkte
Hoff Thorup setzte zunächst auf Andreas Weimann als Kapitän, während Seidl auf der Bank Platz nahm. Doch weder Weimann noch seine Kollegen konnten in einer insgesamt schwachen ersten Hälfte Akzente setzen. Der WAC präsentierte sich etwas gefährlicher: Rapid-Torhüter Niklas Hedl musste früh gegen Marco Sulzner (9.) und Erik Kojzek (11.) eingreifen.

Rapid hingegen kam lediglich durch einen Freistoß von Bendeguz Bolla zu einer nennenswerten Möglichkeit, die WAC-Keeper Nikolas Polster sicher entschärfte (27.). Kurz vor der Pause sorgte ein hartes Einsteigen des bereits verwarnten Cheick Diabate gegen Lukas Grgic für Aufregung, doch der Wolfsberger Verteidiger durfte mit einer weiteren Verwarnung auf dem Feld bleiben – zumindest bis zur Halbzeitpause.

Wechsel bringen neuen Schwung
Zur zweiten Hälfte reagierten beide Trainer. Beim WAC blieb Diabate in der Kabine, bei Rapid musste der enttäuschende Rekordeinkauf Tobias Gulliksen für Seidl weichen. Zunächst änderte sich allerdings wenig. Abgesehen von einem harmlosen Kopfball von Kojzek (50.) blieb das Spiel weiterhin ereignisarm.

Erst die Einwechslung von Petter Nosa Dahl brachte spürbare Bewegung ins Rapid-Spiel. Der Norweger, gerade erst wieder fit geworden, setzte sich auf der linken Seite energisch durch und bediente im zweiten Versuch Seidl, der den Ball präzise ins lange Eck schob – die längst überfällige Führung.

Nunoo sorgt für die Entscheidung
Der WAC fand daraufhin kaum mehr ins Spiel zurück. Rapid nutzte die sich bietenden Räume und schlug in der Nachspielzeit erneut zu: Daniel Nunoo traf aus spitzem Winkel und ließ Polster dabei unglücklich aussehen. Damit war die Partie endgültig entschieden.

Ausblick: Rapid hofft, WAC bangt
Während Rapid den ersten Sieg unter Hoff Thorup bejubeln durfte und damit wieder realistische Chancen auf die Meistergruppe hat, steckt der WAC weiter in einer schwierigen Phase. Aus den vergangenen zehn Pflichtspielen gelang den Kärntnern nur ein einziger Sieg. Vieles deutet darauf hin, dass sie sich wohl auf die Qualifikationsgruppe einstellen müssen.


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Bilder des Spiels: