
Rapid Wien – SV Ried 1:2 (1:1)
Bundesliga, Österreich, Wien, Allianz Stadion, Allianz Stadion, 13.537, SR Gishamer
Tor:
1:0 (32.) Schaub
1:1 (40.) Steurer
1:2 (54.) Pomer (Foul-Elfmeter)
Rapid: Gartler – Demir (61. Antiste), Cvetkovic, Ahoussou, Auer (15. Gröller) – M. Seidl, Amane – Gulliksen (61. Wurmbrand), Dahl, Schaub (77. Weixelbraun) – Mbuyi (61. Kara)
Ried: Leitner – Rossdorfer, Havenaar, Sollbauer, Steurer – Bajic, Rasner (71. Bajlicz), Mayer (90. Wernitznig), Pomer (89. Scherzer) – Kiedl, Van Wyk (50. Boguo/89. Azkune)
Gelbe Karten: Cvetkovic, Gartler, Dahl bzw. Pomer, Bajic, Bajlicz
Spielbericht:
Ried verschärft Rapids Krise im Allianz Stadion
Die SV Ried hat im Allianz Stadion einen historischen Erfolg gefeiert und Rapid Wien mit 2:1 besiegt. Erstmals in 44 Bundesliga‑Duellen in Hütteldorf setzten sich die Innviertler auswärts durch. Für Rapid bedeutete die Niederlage die dritte Liga‑Pleite in Serie, während Ried mit dem zweiten Sieg hintereinander in der Tabelle nach oben kletterte. Sportpictures Austria hielt die entscheidenden Szenen des Abends in einer umfangreichen Bildergalerie fest.
Frühe Verletzung, später Rückstand: Rapids schwieriger Beginn
Rapid startete mit mehreren Umstellungen in die Partie. Jonas Auer ersetzte den angeschlagenen Jannes Horn, doch sein Einsatz endete bereits nach gut zehn Minuten. Nach einem Zusammenprall mit Mario Sollbauer musste er mit Turban vom Feld und wurde durch Amin Gröller ersetzt. Die Wiener fanden nur schwer in die Zweikämpfe, während Ried mutig auftrat und durch Peter Kiedl erstmals gefährlich wurde.
Erst nach einer halben Stunde kam Rapid besser ins Spiel. Claudy Mbuyi setzte ein erstes Ausrufezeichen, ehe Louis Schaub in der 32. Minute einen sehenswerten Angriff vollendete. Nach Vorarbeit von Tobias Gulliksen und Petter Nosa Dahl schlenzte Schaub den Ball aus 13 Metern ins Kreuzeck. Doch die Freude hielt nicht lange. Nach einem Einwurf kombinierten sich die Gäste mit etwas Glück durch den Strafraum, und Oliver Steurer traf in der 40. Minute zum Ausgleich.
Ried dreht das Spiel – Rapid vergibt die große Chance
Rapid kam mit viel Energie aus der Kabine und hätte durch Schaub erneut in Führung gehen können. Seine Direktabnahme ging jedoch über das Tor. Kurz darauf folgte die spielentscheidende Szene. Nenad Cvetkovic versuchte den Ball im Spiel zu halten, anstatt ihn ins Aus zu klären. Joker Joris Bogou reagierte schnell, wurde beim Abschluss von Paul Gartler gefoult, und Philipp Pomer verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:1 für Ried.
Die Hütteldorfer erhöhten danach den Druck. Romeo Amane traf die Stange, Schaub verzog aus guter Position, und Matthias Seidl scheiterte an Ried‑Torhüter Andreas Leitner. Trotz wachsender Unruhe auf den Tribünen blieb Rapid am Drücker, doch die Innviertler verteidigten leidenschaftlich.
Dramatische Schlussphase im Allianz Stadion
In der Schlussphase bot sich Ried sogar die Chance zur Vorentscheidung. Gartler parierte einen Abschluss von Kiedl, und Jonas Mayer setzte den Nachschuss über das Tor. Rapid warf noch einmal alles nach vorne, doch Leitner rettete gegen Janis Antiste. Die Wiener drängten bis zur letzten Sekunde, fanden aber keinen Weg mehr durch die kompakte Defensive der Gäste.
Die Niederlage vertieft die sportliche Krise der Hütteldorfer, die trotz hoher Spielanteile und zahlreicher Chancen erneut ohne Punkte blieben. Ried hingegen feierte einen historischen Auswärtssieg und verschaffte sich Luft im Tabellenmittelfeld.
Bedeutung für die Bundesliga und sportliche Einordnung
Der Abend im Allianz Stadion zeigte zwei gegensätzliche Entwicklungen. Rapid Wien bleibt trotz engagierter Leistung in einer schwierigen Phase und verliert weiter an Stabilität. Die SV Ried hingegen bestätigte ihren Aufwärtstrend und bewies, dass sie auch auswärts gegen große Namen bestehen kann. Alle Fotos zum Match gibt es in der Bildergalerie von Sportpictures Austria.
Website SK Rapid
Website SV Ried
Bilder des Spiels:





















