Innsbruck,Oesterreich,02.DEC.24 - Handball Frauen EM 2024, Oesterreich, Oesterreich - Polen. Bild zeigt Ana Pandza, Ana Abina, Katarina Pandza . Photo: Sportpictures.at/Wolfgang Kern

Handball, Frauen Euro  Women, Innsbruck,Österreich - Slowenien. Handball, EHF, Olympiahalle, Austria - Slovenia, 02.12.2024

Österreich – Slowenien 24:25 (13:13)

Handball, Frauen Euro Cup Women, Olympiastadion, Innsbruck, 3.800 Zuschauer, 02.12.2024


Spielbericht:
Österreich scheidet nach Krimi gegen Slowenien aus der EM aus

In der Olympiahalle Innsbruck ist für die österreichische Nationalmannschaft bei der Handball Frauen‑EM der große Traum vom Einzug in die Hauptrunde geplatzt. Die ÖHB‑Auswahl verlor am Montagabend das entscheidende Vorrundenspiel gegen Slowenien knapp mit 24:25 (13:13). Vor 3.341 Zuschauerinnen und Zuschauern entwickelte sich ein nervenaufreibendes Duell, das erst in den letzten Minuten entschieden wurde. Die Partie wurde von Sportpictures Austria begleitet.

Österreich startet stark – Führung schmilzt wieder dahin
Nach dem klaren Auftaktsieg gegen die Slowakei und der Niederlage gegen Norwegen begann Österreich konzentriert und mit viel Energie. Beim 6:3 nach zwölf Minuten schien ein frühes Signal gesetzt. Doch die Chancenverwertung ließ nach, und Slowenien arbeitete sich Schritt für Schritt zurück.

Die ÖHB‑Frauen scheiterten mehrfach an der slowenischen Torfrau, während die Gäste ihre Angriffe geduldig ausspielten. Beim 8:7 (20.) ging Slowenien erstmals in Führung. Die Partie blieb hektisch, geprägt von Fehlern und intensiven Zweikämpfen. Mit einem 13:13‑Unentschieden ging es in die Pause.

Zerfahrene zweite Halbzeit – Österreich kämpft sich zurück
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel von Nervosität geprägt. Österreich fand offensiv nur schwer Lösungen, während Slowenien über Tjasa Stanko und Ana Abina immer wieder zu Treffern kam. In der 38. Minute verhinderte Torfrau Antonija Mamic mit einem gehaltenen Siebenmeter einen drohenden Drei‑Tore‑Rückstand.

Kurz darauf lag Österreich dennoch mit 14:17 zurück. Doch die Moral stimmte. Angeführt von Johanna Reichert, die ihr 50. Länderspiel bestritt, kämpfte sich das Team zurück. Beim 20:20 (46.) war die Partie wieder völlig offen, und wenig später ging Österreich sogar mit 21:20 in Führung.

Entscheidende Fehler kosten den Aufstieg
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Österreich blieb zunächst leicht im Vorteil, doch ein vergebener Siebenmeter von Ines Ivancok‑Soltic in der 57. Minute brachte die Wende. Slowenien nutzte die Unsicherheit eiskalt aus und stellte zwei Minuten vor Schluss auf 25:23.

Die ÖHB‑Auswahl versuchte noch einmal alles, fand aber keine klaren Abschlüsse mehr. Slowenien verteidigte konzentriert und brachte den knappen Sieg über die Zeit.

Fazit: Österreich verpasst die Hauptrunde hauchdünn
Österreich zeigte großen Kampfgeist, scheiterte jedoch an der eigenen Chancenverwertung und einigen entscheidenden Fehlern in der Schlussphase. Slowenien präsentierte sich abgeklärter und zieht gemeinsam mit Norwegen in die Hauptrunde nach Wien ein.


Website Verband Österreich
Website Verband Slowenien


Bilder des Spiels: