
Rapid Wien – AC Florenz 1:0 (1:0)
Fußball, Conference League Quali Playoff, Österreich, Wien, Weststadion, 25.000
Tore:
1:0 (35.) Grüll
Gelbe Karten: Hofmann, Schick bzw. Mandragora, Bonaventura
Rapid: Hedl – Schick, Querfeld, Hofmann, Auer (92. Moormann) – Sattlberger, Kerschbaum – Oswald (71. Kühn), Seidl (92. Greil), Grüll (81. Bajic) – Burgstaller
Fiorentina: Terracciano – Dodo, Milenkovic, Ranieri (81. Martinez), Biraghi – Arthur, Mandragora (81. Duncan) – Gonzalez, Bonaventura (70. Infantino), Brekalo (57. Sottil) – Nzola (80. Beltran)
Rückspiel am 31. August (20 Uhr) in Florenz – der Aufsteiger steht in der Gruppenphase
Spielbericht:
Rapid bejubelt Sensation gegen Fiorentina
Rapid Wien hat am Donnerstagabend für einen der emotionalsten Europacup‑Abende der jüngeren Vereinsgeschichte gesorgt. Mit einem 1:0‑Heimsieg gegen den italienischen Topklub Fiorentina verschafften sich die Hütteldorfer eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel – und ließen das Allianz Stadion beben.
Magische Atmosphäre und ein besonderer Matchwinner
Vor 23.000 Zuschauerinnen und Zuschauern avancierte Marco Grüll zum gefeierten Helden. Der Flügelspieler verwandelte in seinem 100. Pflichtspiel für Rapid einen Foulelfmeter eiskalt und bescherte seinem Team damit den unerwarteten Triumph. Trainer Zoran Barisic zeigte sich beeindruckt von der Kulisse und der Leistung seiner Mannschaft: Die Stimmung sei außergewöhnlich gewesen, so etwas habe er im eigenen Stadion noch nie erlebt.
Auch Torhüter Niklas Hedl, der mit mehreren starken Paraden glänzte, sprach von einer „extrem geilen“ Atmosphäre. Die Fans feierten ihre Mannschaft weit über den Schlusspfiff hinaus – ein Bild, das Barisic sichtlich berührte.
Mutiger Auftritt und Lob für das Trainerteam
Rapid überzeugte nicht nur kämpferisch, sondern auch taktisch. Außenverteidiger Thorsten Schick hob hervor, wie gut das Trainerteam die Fiorentina vorbereitet habe. Man sei mutig aufgetreten und habe einen klaren Plan verfolgt. Mit einem Augenzwinkern bezeichnete er die Partie als „normales Europacupspiel, das man zwischen zwei Bundesligaspielen einfach mal so bringen kann“.
Barisic selbst sprach von einer „runden Geschichte“, warnte aber zugleich vor verfrühter Euphorie. Das Duell sei erst zur Hälfte gespielt, betonte er, und die Chancen auf die Gruppenphase seien weiterhin offen.
Blick auf das Rückspiel in Florenz
Im Rückspiel in Florenz wartet eine enorme Herausforderung. Die Fiorentina, Finalist der vergangenen Conference‑League‑Saison, wird vor heimischem Publikum alles daran setzen, das Ergebnis zu drehen. Trainer Vincenzo Italiano zeigte sich nach dem Hinspiel nicht überrascht von Rapids Gegenwehr, kündigte aber für das zweite Duell eine aggressive Herangehensweise an.
Rapid will sich dennoch nicht verstecken. Innenverteidiger Leopold Querfeld betonte, dass man keinesfalls „Beton anrühren“ werde. Schick formulierte es noch deutlicher: Zwei Busse vor dem eigenen Tor zu parken, sei nicht Rapids Spiel. Vielmehr wolle man die eigenen Stärken einbringen – und vielleicht sogar das „Wunder auswärts schaffen“.
Hoffnung auf die Gruppenphase lebt
Mit dem knappen Vorsprung im Gepäck reist Rapid nun nach Florenz – und darf trotz der schwierigen Aufgabe weiter träumen. Neben dem sportlichen Prestige geht es auch um ein Startgeld von knapp drei Millionen Euro, das die Teilnahme an der Gruppenphase mit sich bringen würde.
Website Rapid Wien
Website AC Florenz
Bilder des Spiels:






































